Statusbericht – Projekt Klimawandel in der frühen Neuzeit

Ein kleiner Statusbericht zum neuen Projekt ‚Klimawandel‘ in der frühen Neuzeit – Neue literatur- und kulturwissenschaftliche Zugänge zu Fragen Nachhaltiger Entwicklung der Nachwuchsforschungsgruppe vom 04. Juli 2014. Ein erster, kleinerer Höhepunkt bestand in einem Vortrag und Workshop, den Simon in der Pfingstwoche vom 09.06.-14.06.2014 im Rahmen der Summer School Environment/Nature – Human/Culture. Perspectives of an ecological turn der Kollegin und Projektpartnerin Elisbeth Jütten hielt. Die Summerschool setzte sich dabei mit verschiedenen, historisch neueren und theoretischen Ansätzen auseinander, die seit den 1990er Jahren sich unter dem Stichwort Ecocriticism formierten. Dabei sollte der Nexus von Ökologie, Umweltbewusstsein und die Rolle und Relevanz der Literatur anhand der Lektüre einschlägiger Forschungsliteratur diskutiert werden.1 Vortrag - Klimawandel in der Frühen Neuzeit (Summer School Jütten 2014) Den teilnehmenden Studierenden der Universität Tübingen sowie der National University of Ireland, Galway präsentierte Simon in groben Zügen die Eckpunkte des Projekts „Klimawandel in der frühen Neuzeit“ und richtete dabei die Aufmerksamkeit auf die bisher in den Debatten um den Ecocriticism vernachlässigte historische Perspektive. Denn insofern dieser verstärkt auf zeitgenössische Umweltkrisen fokussiert ist, sind literarische Texte vergangener Epochen (noch) eher selten anzutreffen. Dass aber auch diese Texte für gegenwärtige Fragen zu Nachhaltiger Entwicklung und explizit zum anthropogenen Klimanwandel etwas beizutragen haben, würde nicht nur in dem materialreichen Vortrag von Simon erörtert, sondern im Anschluss darin durch die Lektüre von lyrischen Texten der Frühen Neuzeit (Paul Gerhardt) und sowie eines Gedichts der britischen Autorin und Naturphilosophin Margaret Cavendish (1623-1673) für die Studierenden fassbar. Sie entdeckten in diesen „alten“ Texten Parallelen und Denkanstöße zu gegenwärtigen Fragen des Klimawandels (Gerhardt) sowie zu Fragen der Mensch-Tier-Beziehung (Cavendish), die auch für den Nachhaltigkeitsdiskurs von großer Relevanz sind. Auftaktworkshop Nach diesem kleinen Zwischenspiel im Rahmen der Summer School trafen sich am 04.07.2014 alle Projektmitglieder (Ingrid Hotz-Davies, Elisabeth Jütten, Stefan Hofer, Simon Meisch und Marcus Rockoff) zu einem ersten Auftaktworkshop. Der Schwerpunkt des Treffens lag dabei zunächst auf der organisatorischen Planung und der Konkretisierung des Projektablaufs für die nächsten Monate. Es wurden aber teilweise bereits inhaltliche Aspekte Projekts besprochen, die in einem demnächst hier folgenden Beitrag Erwähnung finden werden. Gegenwärtig steht noch ein weiterer Vortrag im Institutskolloquium des IZEWs an sowie der Abschluss eines Papers für den im Herbst erscheinenden Sammelband der Nachwuchsforschungsgruppe. Es gibt also viel zu tun…

  1. Ankündigung der Summer School []

Kommentar verfassen