2016 EWIS Konferenz – International Politics in the Anthropocene

2016 EWIS Konferenz – International Politics in the Anthropocene

kobusch-tubingen

Letzte Woche fand in Tübingen der dritte „European Workshop in International Studies“ statt, bei dem in fast zwanzig Workshops heutige Themen der internationalen Beziehungen aus praktischer und theoretischer Perspektive diskutiert wurden. Während das Themenspektrum die Breite der internationalen Politik widerspiegelte, zog ein Workshop ganz besonders das Interesse unserer Forschungsgruppe auf sich. Unter der Überschrift „International Politics in the Anthropocene“ kamen siebzehn Forscher_Innen aus Europa und Nordamerika zusammen um die verschiedenen Diskurse zum Anthropozän zu reflektieren und ihre Anwendbarkeit in den Internationalen Beziehungen zu prüfen. Obwohl die Frage nach einer neuen, in der Idee des Anthropozän begründeten Geopolitik im Vordergrund stand, wurde auch die Repräsentation der globalen Umwelt durch die Erdsystemwissenschaften intensiv diskutiert. Mein eigener Beitrag zu den „Social Values of Stratigraphy“ stellte in diesem Zusammenhang zur Diskussion, wie die Disziplin der Stratigrafie auf das gesellschaftlichen Interesse am Anthropozän und dessen stratigrafische Definition reagiert. Darüber hinaus war, durch das Interesse der Teilnehmenden geleitet, immer wieder die Ontologie des Anthropozäns und die Dichotomie zwischen Mensch und Natur Bestandteil der Debatte. Dass dieser und andere Diskussionspunkte nicht nur theoretisch reflektiert sondern in der konkreten Anwendung dargestellt wurden, zeigt das Paper von Simon Meisch, welches resiliente Water Governance in Zeiten des Anthropozäns diskutierte.

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