Recently published: Bossert (2015) – Wildtierethik

Die Nachwuchforschungsgruppe freut sich mitzuteilen, dass eine neue Publikation erschienen ist. Es handelt sich um den zweiten Band unserer Buchreihe Ethik in der Nachhaltigkeitsforschung | Ethics of Sustainability Research:

Leonie Bossert: Wildtierethik (2015) (link)

aus dem Klappentext:
Die zeitgenössische Tierethik ist vor allem als eine Reaktion auf den Umgang mit sogenannten Nutztieren entstanden. Darüber wurden die folgenden Fragen vernachlässigt: Was hat die moralische Berücksichtigungswürdigkeit von nichtmenschlichen Tieren für den Umgang mit wildlebenden Tieren zu bedeuten? Soll dieser zwangsläufig der gleiche sein wie mit domestizierten Tieren? Könnten Ungleichbehandlungen gerechtfertigt sein oder stellen sie einen Willkürakt dar? Diese Fragen sind im tierethischen Diskurs der

Forschungswerkstatt Tierliche Agency

Forschungswerkstatt Tierliche Agency

Vom 31. Oktober bis zum 2.November 2014 fand der Auftakt der geplanten Forschungswerkstatts-Reihe des Chimaira Arbeitskreis für Human-Animal-Studies e.V.

in Kooperation mit dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und der Nachwuchsforschungsgruppe „Wissenschaftsethik der Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften Tübingen in einem Seminarhaus in Berlin-Weißensee statt. Die erste Tagung behandelte das Thema „Tierliche Agency“. Es trafen sich Wissenschaftler_innen, Doktorand_innen, Studierende und an den Human-Animal-Studies Interessierte verschiedener Fachrichtungen, um sich an diesem Wochenende intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich auszutauschen und neue Impulse und Denkanstöße zu bekommen. Die von den Teilnehmenden vorbereiteten Input-Vorträge

Nichtmenschliche Tiere im Nachhaltigkeitsdiskurs?!

Mit welchen ethischen Grundlagen können nichtmenschliche Tiere in den Nachhaltigkeitsdiskurs einbezogen werden? Wieso ist das wichtig und notwendig und was folgen daraus für Konsequenzen? Diese Fragen diskutierte Leonie Bossert anhand einer Posterpräsentation und einem Vortrag über ihr Dissertationsprojekt im Rahmen des Promovierendenforums der Heinrich-Böll-Stiftung mit den anderen Teilnehmenden des Forums. Als zentrale Punkte innerhalb der Diskussion wurden die Frage nach der tatsächlichen Reichweite des Nachhaltigkeitsdiskurses aufgeworfen und debattiert, die Gefahr eurozentrischer Sichtweisen angesprochen sowie überlegt, ob und wie man nach etwas wie einem ‚guten Leben‘ nichtmenschlicher Tiere fragen kann ohne zu (stark zu) anthropomorphisieren.

Animal Politics – Politische Theorie des Mensch-Tier-Verhältnisses

Welche Formen von Beziehungen zwischen Mensch und nichtmenschlichem Tier sind aus politischer Sicht anzustreben? Wie kann man deutlich machen, dass ein ernsthaftes Wahrnehmen der Interessen nichtmenschlicher Tiere keine anti-liberalen Tendenzen fördert? Gehen Tier-Rechte mit einer Aufgabe des Eigentums-Status einher? Kann es eine Option sein, nichtmenschlichen Tieren den Staatsbürger_innen-Status zu gewähren? Diesen (u.a.) Fragen wurde im Laufe der Tagung „Animal Politics: Politische Theorie des Mensch-Tier-Verhältnisses“ der DVPW Mitte März in Hamburg nachgegangen, um den ‘Animal Turn’ in den Politikwissenschaften auch in Deutschland zu vollziehen – etwas, das bisher weitgehend vernachlässigt wurde.

Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf der Frage, ob nichtmenschlichen

Human-Animal-Studies Konferenz

Vom 6. bis 8. Februar 2014 fand in Innsbruck die internationale Human-Animal-Studies-Konferenz statt, welche u.a. zum Ziel hatte, die Gegensätze von Theorie und Praxis zu überwinden und einen weiteren Anstoß dazu zu geben, nichtmenschliche Tiere als Lebewesen mit eigenen Interessen und Erfahrungen zu respektieren und entsprechend zu behandeln. Die Interdisziplinarität und das breite Feld der Human-Animal-Studies wurden sowohl durch die Vielfältigkeit der über 50 Vorträge deutlich, als auch durch die fünf Sektionen, in die die Vorträge untergliedert waren:

Nichtmenschliche Tiere in

–          Literatur und Medien

–          Geschichte und Recht

–          Der Sprache

–          Sozialwissenschaften

–          Philosophie und Religion

Neben den