Gefahren der transformativen Wissenschaft?

Gefahren der transformativen Wissenschaft?

Im Gegensatz zu den meisten Aktiven in diesem Diskurs, hebt Prof. Dr. Günter Stock öffentlich die Gefahren des Konzepts einer ‚transformativen Wissenschaft‘ hervor. Sein Grußansprache zum diesjährigen Leibniztag der Berlin-Brandenburgischen Akadamie hat daher gute Chancen die Diskussion – vor allem auch unter wissenschaftspolitischen Entscheidungsträger_Innen – voranzutreiben. Obwohl Stock’s Beitrag wohl hauptsächlich für den deutschsprachigen Raum relevant sein wird, finden ähnliche Diskussionen auch anderswo statt, wie zum Beispiel im Journal Society and Space.

Nichtmenschliche Tiere im Nachhaltigkeitsdiskurs?!

Mit welchen ethischen Grundlagen können nichtmenschliche Tiere in den Nachhaltigkeitsdiskurs einbezogen werden? Wieso ist das wichtig und notwendig und was folgen daraus für Konsequenzen? Diese Fragen diskutierte Leonie Bossert anhand einer Posterpräsentation und einem Vortrag über ihr Dissertationsprojekt im Rahmen des Promovierendenforums der Heinrich-Böll-Stiftung mit den anderen Teilnehmenden des Forums. Als zentrale Punkte innerhalb der Diskussion wurden die Frage nach der tatsächlichen Reichweite des Nachhaltigkeitsdiskurses aufgeworfen und debattiert, die Gefahr eurozentrischer Sichtweisen angesprochen sowie überlegt, ob und wie man nach etwas wie einem ‚guten Leben‘ nichtmenschlicher Tiere fragen kann ohne zu (stark zu) anthropomorphisieren.

Workshop „Nachhaltigkeitsindikatoren für die Universität Tübingen!“ am 12.07.2014 – Der Stakeholder-Dialog geht weiter!

Das Projekt „Stakeholder-basierte Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren und -indices für Hochschulen“ stellt sich am 12.07.2014 erneut der Öffentlichkeit. Nachdem wir unser Konzept auf dem 2. Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ präsentiert und mit WissenschaftlerInnen und HochschulmanagerInnen diskutiert haben, treten wir nun an den größten Kreis unserer Stakeholder heran: die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tübingen.

Mit ihnen möchten wir die Frage „Die Universität auf dem Weg zur Nachhaltigkeit – doch geht sie in die richtige Richtung?“ diskutieren.

Dazu werden wir in einem ersten Schritt erarbeiten, welche Aspekte „ihrer“ Universität die Anwesenden in ihrem Alltag wahrnehmen und was sie von ihr im Kontext

Neues Projekt: ‚Klimawandel‘ in der Literatur der frühen Neuzeit

Die Nachwuchsforschungsgruppe freut sich mitteilen zu können, dass mit dem neuen Forschungsprojekt ‚Klimawandel‘ in der frühen Neuzeit ein wichtiges Forschungsdesiderat geschlossen wird und dadurch literarische Texte der Frühen Neuzeit und des Barocks mit literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungszugängen für akutelle Fragen Nachhaltiger Entwicklung erschlossen werden.

Der Sammelband „The Global Water System in the Anthropocene. Challenges for Science and Governance“ erscheint im August 2014

Im August 2014 erscheint der vom Global Water System Project (GWSP) herausgegebene Sammelband „The Global Water System in the Anthropocene. Challenges for Science and Governance“. Er vereint ausgewählte Beiträge, die auf der GWSP Konferenz „Water in the Anthropocene: Challenges for Science and Governance. Indicators, Thresholds and Uncertainties of the Global Water System“ (Bonn, 21-24.5.2013) vorgestellt wurden, und bringt damit eine breite Vielfalt disziplinärer und interdisziplinärer Perspektiven zusammen, die in vier Kapitel gegliedert wurden: 1. Global Water System: Current State and Future Perspectives, 2. Dimensions of Change in River Basins and Regions, 3. Ecosystem Perspectives in Water Resources Management, 4. Governing

Zukunft denken – Verantwortung in Hochschule und Lehre

Am 15.5.2014 beginnt die Veranstaltungsreihe ‚Kurzstrecke‘ zum Thema „Zukunft denken – Verantwortung in Hochschule und Lehre“.

‚Verantwortung‘ ist Aufgabe und Herausforderung für die Lehre an Hochschulen. Sie wollen ihre Studierenden zum einen für Verantwortungskonflikte sensibilisieren, die sich aus der und in der wissenschaftlichen Praxis ergeben. Wissenschaftliche Erkenntnis nimmt im Positiven wie im Negativen Einfluss auf Gesellschaft. Beides gilt es ethisch zu reflektieren – und zwar nicht erst am Ende des Forschungsprozesses, sondern bereits an seinem Anfang und in dessen Verlauf. Zum anderen wollen Hochschulen ihre Studierenden auch dazu befähigen, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. So hat es sich der Bildungsansatz

Den Hochschulstandort durch Nachhaltigkeit stärken

Am 8.5.2014 veranstaltete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das 2. Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI). Das Ministerium suchte dabei den intensiven Austausch mit NachhaltigkeitsforscherInnen über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsbeispiele. Das Ziel des Symposiums war es zudem, Maßnahmen und Initiativen zu präsentieren, die Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen stärken, und Handlungsbedarfe zu identifizieren, die in die Formulierung des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³) einfließen können.

Das Projekt „Eine stakeholder-basierte Bildung von Nachhaltigkeitsindikatoren und -indices für Hochschulen“ stellte sich im Workshop „Den Hochschulstandort durch Nachhaltigkeit stärken“ vor, der von Thomas Potthast organisiert und moderiert wurde. Wie die anderen präsentierten

Nachhaltigkeitsindikatoren – Wie richten wir gemeinsam Hochschulen auf nachhaltige Entwicklung aus?

„Nachhaltigkeitsindikatoren – Wie richten wir gemeinsam Hochschulen auf nachhaltige Entwicklung aus?“ – Diese Frage diskutierten Nikolas Hagemann und Simon Meisch mit KollegInnen im Rahmen des IZEW Forschungskolloquiums (6.5.2014). Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts zu den NE-Indikatoren konzentrierte sich die Diskussion auf Herausforderungen bei der Einbindung unterschiedlicher Stakeholder in den Prozess der Entwicklung eines Sets von NE-Indikatoren und -Indices. Besonders intensiv wurde über das Spannungsverhältnis von Partizipation und Mitbestimmung gesprochen sowie über den Status unterschiedlicher Wissensformen von sog. LaiInen und ExpertInnen.

Projekt: „Stakeholder-basierte Bildung von Nachhaltigkeitsindikatoren und -indices für Hochschulen“

Vom 18.-20. April 2014 gingen Projektmitglieder in Hamburg in österliche Klausur, um sich Gedanken darüber zu machen, wie NE-Indikatoren und -Indices in einem Stakeholder-basierten Prozess für Hochschulen gebildet werden können. Dem Projektteam gehören Moritz A. Drupp, Elisabeth Gebhardt, Johannes Geibel, Nikolas Hagemann und Simon Meisch an.

 
Hochschulen, die sich auf den Weg einer nachhaltigen Entwicklung (NE) machen, stehen vor der Herausforderung, das Leitbild der NE handlungsleitend zu konkretisieren. NE-Indikatoren können dabei ein multifunktionales Instrument sein, das hilft diese Herausforderung anzugehen: Bei der Formulierung eines Indikatorensets setzen sich Hochschulen damit auseinander, in welchen Handlungsfeldern (z.B. Lehre, Forschung, Betriebsführung, Interaktion mit